Liebe Besucherinnen und Besucher, diese Seite ist den Nachdenklichen unter Ihnen gewidmet. Weder möchte ich die Gesellschaft umkrempeln noch eine neue Kultur predigen. Beide sind jedoch des Verbesserns würdig. Dies kann durch Vertiefung erreicht werden. Mit dem Hinschlittern auf der Oberfläche unserer Bedürfnisse wird sich nichts ändern. Jede Gesellschaft braucht Querdenker, die neue Wege aufzeigen. Wenn Querdenker ungehört bleiben, wird es der Katastrophen bedürfen, um notwendige, und deshalb nicht aufhaltbare Veränderungen einzuleiten. Dies lehrt uns die Geschichte.
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Links: (Sie sollen den eigenen kritischen Verstand nicht ausschalten) Für den Inhalt ist jeder selbst verantwortlich www.attac.de/tuebingen www.avaaz.org/de
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Ein Fluch dem Krieg
Stumm stehe ich in meinem Zorn. Gelähmt sind die Schreie. Der Wut weihe ich mein Leben. Du sollst beben und genachtet
sein, verachtet.
Kinder kommt, blaset in mein Horn.
STEUERHOHEIT FÜR DIE BANKEN?
Die
griechische Tragödie
Das läuft
wieder in unser bedürftiges deutsches Selbstbewusstsein. Sind wir nicht
tüchtiger und fleißiger und vor allen Dingen nicht so korrupt wie die Hellenen.
Und wenn die unsere Hilfe wollen, dann sollen sie kuschen, ist das ungerecht?
Diese
Haltung reduziert das Problem auf ein bequemes, aber unzulässiges Maß. Die
Griechen sind ebenso fleißig und nicht weniger tüchtig als wir. Sie als korrupt
zu bezeichnen ist schlicht und einfach unrecht. Was in Griechenland sichtbar
wird, ist die maßlose Gier der Reichen und das korrupte System, dessen sie sich
bedienen, das sie zugelassen, gefördert und installiert haben um es zu
benutzen. Die griechische Regierung hat gelogen, um in die Währungsunion
aufgenommen zu werden. Das war den europäischen Regierungen von Anfang an
bekannt. Dass sie ihre Staatsbilanzen gefälscht haben, war für Fachleute offensichtlich. Was können wir also
dem kleinen Mann in Griechenland vorwerfen?
Was können
wir den Griechen vorwerfen, das wir nicht auch uns selbst vorwerfen müssten.
Wird bei uns nicht getäuscht und gelogen, umverteilt auf immer unverschämtere
Weise.
Kann es nicht sein, dass Griechenland das Anschauungsbeispiel für den
Zustand unseres eigenen Staates in ein paar Jahren ist, falls wir den Korrupten
und Gierigen nicht die rote Ampel zeigen. Die Korruption hat in Griechenland
zur ungerechten Verteilung geführt. Die Bundesrepublik hat Schulden in Höhe von
knapp zwei Billionen Euro. Dem steht ein Privatvermögen von mehr als sieben
Billionen gegenüber. Was ist also anderes geschehen, als dass die
erwirtschafteten Werte zu Gunsten der Gierigen falsch bewertet und verteilt
wurden. Und das Spiel geht weiter. Die Vermehrung des Geldes hat sich von
der Schaffung realer Werte um Lichtjahre
entfernt. Durch Spekulationen und Manipulationen verschaffen sich die Reichen
Schuldscheine (Geld), für die der Werte schaffende (arbeitende) Mensch
einstehen muss. Dieses Geld ist Macht, die nichts anderes will, als Macht
vermehren.
Anstatt mit Aufbau zu helfen wird Griechenland zu Tode gespart. Sie
sollen verkaufen was sie besitzen, und auf diesen Ausverkauf freuen sich
die gierigen Gläubiger schon.
Griechenland
ist kein Privatunternehmen sondern ein Staat der EU. Es war und bleibt ein
Irrsinn, dass ein Staat von Privatbanken Kredite zu hohen Zinsen bekommt,
welche nun die Steuerzahler Europas bezahlen müssen. So wird den Geldinstituten de facto das Recht
eingeräumt, Steuern zu erheben. Steuern, deren Höhe sie mit ihrem Zins selbst
bestimmen können. Die Rating-Agenturen schwingen den Taktstock und ducken vor
der Verantwortung mit dem Hinweis: Wir
haben doch nur eine Wahrscheinlichkeit prognostiziert.
Finanzielle Hilfen für
EU-Staaten dürfen deshalb nur über die Europäische Zentralbank laufen. Geld, welches den Geldinstituten zur Tilgung
von Darlehen zufließt, hilft dem griechischen Volk gar nichts. Griechenland
braucht zweckgebundene Gelder zur Schaffung von Infrastruktur und
Investitionsgelder, die sie in die Lage versetzen, griechische Produkte und
Dienstleistungen zu verkaufen. Durch
Bindung an den Zweck werden die korrupten Kräfte entmachtet. Nur so können die
Hilfsgelder auch vor dem europäischen Steuerzahler gerechtfertigt werden.
Natürlich muss Griechenland auch eine innere
Struktur schaffen, mit deren Hilfe die Steuerbetrüger und andere Nutznießer der
Korruption an die Leine genommen werden können. Mit falsch angesetzten Hilfen
werden aber gerade die negativen Kräfte unterstützt.
Eine Betrachtung zu Stuttgart 21
Es geht nicht nur um das Für und Wider zu Stuttgart 21. In dieser Auseinandersetzung wird die mangelhafte Streitkultur unserer Gesellschaft ebenso deutlich wie die Berührungslosigkeit zwischen Bürger und Politiker.
Hasstriefende Leserbriefe sind die logische Fortsetzung der Verunglimpfungen mit denen sich die Politiker entwürdigen. Dass sie sich dabei selbst schaden, scheint ihnen verborgen zu sein. Schlagende Argumente überzeugen nicht, sie schlagen. Sie machen Angst und Angst schürt Hass. Da kann man nur begrüßen, dass die Demonstranten nach dem 30. September ihre Angst überwunden haben und weiter friedlich demonstrieren. Sie werden aber nur schwer davon zu überzeugen sein, dass die Landesregierung nicht die Absicht hatte, sie samt ihren Argumenten mit der Wasserkanone wegzuspritzen. Die Berichte von Augenzeugen sind nun einmal glaubhafter, als die bereits widerlegten Diskriminierungs/Rechtfertigungsversuche durch Mappus, Rech und Grube.
Tatsache ist: Normale Polizei wurde vor Beginn der Ausschreitungen durch mit Schild und Helm bewehrte Einsatzkräfte ersetzt. Das geschieht nicht ohne Anweisung von Oben. Wenn, wie behauptet wird, tatsächlich ein paar Provokateure da waren, warum hat man dann friedliche Menschen geknüppelt? Wo bleiben dann die fälligen Verhaftungen dieser Provokateure, die offenbar nur von abwesenden Politstrategen gesichtet wurden? Die Glaubwürdigkeit dieser Herren leidet an ihren unwahren Anschuldigungen.
Die schlagartig gewachsene Zahl der Demonstranten lässt annehmen, dass es ihnen nun eben nicht mehr nur um Stuttgart 21 geht. Es ist die natürliche Reaktion auf die Vorkommnisse vom 30 September und den Lügen vom 1. Oktober. Das wollen sich die Bürger nicht mehr gefallen lassen. Stuttgart 21 ist zur Meßlatte für die Würdigung der Bürger durch ihre Regierung und damit Mappus zum Malus geworden. Wer eine sachliche Auseinandersetzung um Stuttgart 21 haben will, muss sich von diesem Malus trennen.
Ob Stuttgart 21 sinnvoll oder Unfug ist, soll nun durch die Schlichtungsgespräche beleuchtet werden. Gebetsmühlenartige Hinweise der Landesregierung und Bahn auf die rechtmäßige Entscheidungsfindung gehen an der heutigen Realität vorbei. Politiker, die sich auf alternativlose Lösungen berufen, führen sich ad absurdum. Wenn es keine Alternativen mehr gibt, brauchen wir auch keine Politiker mehr. Dann kann man gleich die Strippenzieher von „Raff und Gier“ entscheiden lassen.
Ob Heiner Geißler durch die Nebelkerzen zur Klarsicht führen kann, bleibt offen. Es kann ihm nur gelingen, wenn sachlicher Austausch von Argumenten und ihre nüchterne Würdigung als einzig legale Mittel der Auseinandersetzung eingesetzt werden. Überzeugende Argumente entwürdigen nicht. Wenn dann keine einhellige Beurteilung möglich ist. Muss der Bürger entscheiden. Niemand sonst!
Nachtrag am 29. Oktober 2010 Nach einer Meldung der Südwestpresse vom 28. 10. ist der Polizeichef von Stuttgart einen Tag vor der Knüpplei am 30.9. in die Staatskanzlei eingeladen (zitiert!) worden. Auch Mappus und Schuster waren anwesend. Mappus behauptet das operative Vorgehen der Polizei nicht beeinflusst zu haben. Hat er auch keine Ziele vorgegeben? Welchen Einfluss hat Schuster genommen? Haben die etwa den Rosenkranz gebetet?
Anmerkung zu den Schlichtungsgesprächen: Die ersten beiden Schlichtungstage zeigen, dass die Gegner des Projektes ihre Meinung unerwartet sachlich vertreten und auch die richtigen Fragen stellen. Die werden vom Bahnvorstand Kefer sachlich und sicher auch nach bestem Wissen beantwortet, sofern sie dem Projekt nicht schaden. Andere Fragen bleiben unbeantwortet, z.B. wenn er die Souveränität des Verwaltungsgerichtes nicht kommentieren will oder vertröstet, weil die von der Bahn vorgelegten Pläne, den kritischen Fragen nicht standhalten und als unverbindlich beispielhaft heruntergeredet werden. Die Politiker der Landesregierung spielen eher eine klägliche Rolle. Wirtschaftsminister Pfister laboriert in Zahlenspielen, die vom gewieften Boris Palmer als unwichtig entlarft werden. Der Auftritt der Ministerin Gönner ist beschämend. Sie erklärt peinliche Themen als irrelevant und wirft eine Nebelkerze nach der anderen. Auf die nächste Runde darf man gespannt sein.
Nachtrag am 14. November 2010 In der vierten Schlichtungsrunde haben sich die S21-Gegner beeindruckend als K21-Befürworter vorgestellt. Ihre Darlegung war überzeugend und ging weit über das Erwartete hinaus. Weil sie beispielhaft ins Detail geht, ist sie respektabel und lässt doch Spielräume für Variationen. Gegen die Leistungsfähigkeit des Kopfbahnhofes kann nun mit dem achtgleisigen Tunnelbahnhof nicht mehr argumentiert werden. Hier stelle ich die Frage, ob die S21-Planer zwei zusätzlich notwendige Gleise weggeplant haben, um die Kostensituation zu schönen. So wie sie zu Beginn der Schlichtungsrunden ihre Lösung dargestellt haben kann es ja nicht gehen, weil die Züge vor Allem dem Bedarf in den Abend- und Morgenstunden angepasst, also nicht gleichmäßig über den ganzen Tag verteilt, verkehren müssen. Die betretenen Gesichter der S21-Befürworter sprachen Bände. Der sonst so sachliche Herr Kefer will erkennen, dass Details der K21-Lösung schon vor Jahren geprüft und verworfen worden seien, sagt aber nicht warum. Im Übrigen würde die K21-Lösung viel mehr Bauzeit in Anspruch nehmen, sagt er, was von der Gegenseite mühelos widerlegt wurde. Andere verbissen sich wie blinde Terrier in unwichtigen Details. Kurz gesagt: Die S21-Befürworter kamen ins schleudern.
Heiner Geißler leitete die Runde mit bewundernswerter Souveränität. Es ist allerdings zu befürchten, dass er gegen Ende der Gespräche von den Leuten, denen die Argumente schwächeln, persönlich angegriffen wird.
Nachtrag am 1. Dezember 2010 Nach der Schlichtung: Die Schlichtung war ein Gewinn für die Demokratie, der Schlichterspruch war es nicht. Das konnte er unabhängig vom Ergebnis auch nicht sein, weil praktizierte Demokratie vor allem die Entscheidungsfindung, nicht sein Ergebnis meint. Diese Schlichtung hat uns vor Augen geführt, wie sehr die politische Argumentation von der sachlichen abfällt. So, wenn exponierte Politiker den überzeugenden Darstellung von Boris Palmer das völlig irrelevante Votum des Tübinger Stadtrates entgegenhalten oder wenn Volker Kefer aus seinem Fachwissen heraus überzeugt und plötzlich unsicher wird, wenn er sich zum Taktieren gezwungen sieht. Der Würfel ist mit dem Schlichterspruch nicht gefallen, sondern auf der Kante stehen geblieben. Heiner Geißler konnte den Kopfbahnhof nicht befürworten, weil in dieser Richtung keine konkreten Planungen vorliegen und den Tunnelbahnhof nicht, weil er nur mangelhaft geplant ist. Man darf gespannt sein, wie die Bahn den selbst gegebenen Kostenrahmen unter den Auflagen des Schlichters einhalten will. Nachdem ihre Vertreter bereits am Abend der Schlichtung versucht haben, mit den Begriffen Leistungsfähigkeit und Kapazität zu tricksen, darf man gespannt sein, welche Zauberkästen als nächstes dran sind. Es ist Aufgabe des Bürgers, in diesem Theater präsent zu sein und den Tricksern auf die Finger zu klopfen. Erwartungsgemäß hat sich der Malus mit den Wasserkanonen als lernunfähig dargestellt. Während die Vertreter der Bahn vor ihre Entscheidung zum Weiterbauen eine Bedenkzeit eingebaut haben, findet der Ministerpräsident keinen Anlass zum Nachdenken. Für die Bürgerbewegung bleibt noch viel Arbeit.
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* SPIEGELUNG
Du bist schlecht, sprach der Gute zu dem Schwachen. Der erschrak, und der Gute musste lachen.
Du bist stark, sprach der Schwache zu dem Guten. Der wurde mächtig, und der Schwache musste bluten.
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Ausgegrenzte Demokratie
In der Demokratie werden Politiker vom Volk gewählt, damit sie entscheiden, wie sie es vor der Wahl versprochen haben. In unserer komplizierten Welt brauchen die Gewählten Informationen, Entscheidungshilfen, die einer alleine nicht mehr schaffen kann. Deshalb finden sich die Politiker in Parteien, die Informationen, natürlich auch Interessen in einem Programm integrieren und sich damit zur Wahl stellen. So weit, so Theorie. In der Praxis ist es so, dass Interessengruppen ihre Parteien haben. Den Egoismus vernebeln sie mit populistischen Phrasen und Verunglimpfung des politischen Gegners. Gesamtverantwortlichkeit, wie sie die Parteien der Mitte auf ihre Fahnen schreiben, leidet unter machtlüsternen Politikern, die egoistischer Suchtbefriedigung erliegen. Zugeständnisse der bequemen Art kommen hinzu. Macht und Verantwortung entfernen sich voneinander. Hier verkommt die Politik zum Verteilungskampf. Wer es bezweifelt, sehe sich den Verlauf der Einkommensentwicklung in den letzten zwanzig Jahren an. Der ungewürdigte Wähler wehrt sich gegen die offenkundige Ungerechtigkeit mit dem einzigen Mittel, das ihm legalerweise zugestanden ist: Er wählt Links und hofft, dass die Parteien in seinem Sinne eine Regierung bilden, mit einem Programm, das auch seine Interessen vertritt und dies in der Wertigkeit der abgegebenen Stimmen. Was machen nun die Machtlüsternen? Sie grenzen den linken politischen Gegner aus, indem sie ihn, damit seine Wähler entwürdigen. Sie machen die Ausgrenzung zum politischen Programm und hoffen so den Wähler, der ja nicht ausgegerenzt sein will, zu beeinflussen. Das ist unlauter, brutales Überfahren mittels populistischer Gewalt. Haben die Täter keine Angst, dass sie Gegengewalt legalisieren könnten?
Nachtrag am 5. Juni 2010 Bei der Bewältigung der Finanzkrise sind die Politiker dazu übergegangen, alternativlose Lösungen zu kreieren. Selbstverständlich sind diese Alternativlosigkeiten nicht alternativlos. Die Politiker haben sich als Hörige von den Finanzmächtigen in ihre Lage zwingen lassen und schaffen es nicht, sich aus ihrer Befangenheit zu befreien. In ihrer Alternativlosigkeit werden sie nun ad absurdum geführt und merken es nicht einmal. Wer braucht für alternativlose Lösungen noch Politiker?
Ich habe da noch eine Frage: Wo bleibt nun die Demokratie?
Meine Alternative:
ALLE MACHT DEM VOLKE, KEINE MACHT DEN GIERIGEN. Dazu müssten die Politiker nur entsprechende Gesetze machen und sich in den Dienst des Volkes stellen. Natürlich werden dann die Gierigen lauthals ihre "Freiheit" in Gefahr sehen.
Wo bleibt die Freiheit des Bürgers, wenn die Politiker keine Alternativen sehen?
HILFE! POLITIKER ALLER LÄNDER RETTET DIE FREIHEIT!
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*GLOBALISIERUNG (eine Ballade)
Als die Sonne über die Erde kam, das Land in Wärme zu tränken, einen Morgen zu schenken dem ungeborenen Tag, streifte das Licht den Gipfel des Berges und wurde zerrissen am scharfen Grat.
Der Mensch stand im Schatten, erblickte das Licht, quälte sich es zu erreichen. Doch wie er sich mühte, sah er es entweichen in fernere Höhen, wo Fülle und Pracht in williger Lust erblühte, geboren war, ohne Wehen, von der grausamen Mutter, die seinen Namen nicht kannte.
Eisige Phrasen spiegelten das Licht nach oben, die Qual nach unten, wo sich der Mensch in Zweifeln krümmte, anstemmte gegen die Last, die ihm geladen war zur ergötzlichen Lust des ganz besonders Schuldlosen, der aus der Plage sich erhoben sah, als Auserwählter, gleichgültig, ohne Gnade und auch ohne Güte. Der stand geblendet im Licht, sah den Schatten nicht, suhlte sich in der Unschuld seligmachender Unwissenheit, segnete seinen Gott, der ihm den Glanz bescherte, den Gott, den er sich schuf, damit er bewahre und mehre, was ihm gegeben war von der Macht, deren Namen er nicht zu wissen wagte, weil das Wissen die Schuld weckte und das Paradies verdarb.
Doch der mit dem Kreuz, der andere Gott war wieder ans Holz geschlagen und müde, müde die Sünden zu tragen, die unbeachtet herumlagen im Licht und auch im Schatten. Er sammelte kleine Bedürfnisse, in Portionen ungestillter Begierden, sortierte alles nach Art der Qual und Maß der Pein und vermachte sie dem ganz besonders Unschuldigen, der sie zur Tugend nahm, weil er unwissend war und deshalb ohne Wahl.
Da kam der Satan mit wilder Gier und wollte die Begierden rauben. "Wie soll der Affe noch an mich glauben", schrie er im Feuerschnauben, "wenn er die Hölle auf Erden hat? Die war doch immer mein Revier, und die Begierden mein Getier. Ich bin doch der Herr der Plag." Der andere Gott sprach mit Bedauern: "Geschliffen sind nun diese Mauern. Die Welt lüstet nach Modernisierung und nennt sie: Allgemeine Globalisierung.
Die Globalisierung ist im Grunde nichts anderes, als die Nutzung der Möglichkeiten, die uns die moderne Technik zur Verfügung stellt. Das einzige was bis heute perfekt globalisiert wurde, ist die Krise. Es ist unser aller Aufgabe, dafür zu sorgen, dass auch soziales Gewissen, Verantwortungsgefühl, Humanität globalisiert werden. Dies mit dem Fernziel auf globalen Frieden. Nehmen Sie Ihren Stimmzettel in die Hand und kämpfen Sie!
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*DENKVERWEIGERER:
Ob der Geradeausdenker konservativer ist als der Querdenker, ist keine Untersuchung wert. Wer da gerade aus oder quer denkt, bleibt am Ende eine Frage der Positionierung zueinander. Beide finden sich aber Seite an Seite in der Konfrontation zum Denkverweigerer.
HILFE! DENKER ALLER LÄNDER VEREINIGT EUCH!
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*DER GLAUBE AN GOTT
Ganz sicher ist Gott eine Sehnsucht des Menschen. Da stellt sich natürlich die Frage, welches Gottesbild wurde uns vermittelt, welches haben wir selbst entwickelt, wobei natürlich unsere Bedürfnisse, Schwächen und Stärken mitgestaltet haben? Nicht an Gott zu glauben, zeigt uns: dieses Gottesbild ist mangelhaft, so dass wir an den Gott unserer Vorstellung nicht (mehr) glauben können. Du sollst dir kein Bild machen, steht in der Schrift. Haben wir einen Gott, der es uns schwer machen will, an ihn zu glauben oder will er uns sagen, dass er Geist ist und nicht in der Welt der Materie gesucht werden darf? Dürfen wir ihn durch unsere Vorstellungen, die eigene Bedürfnisse und Wünsche zur Mutter haben, begrenzen? Wo können wir ihn dann noch finden? Wir können ihn erst erkennen, wenn er vorbei gegangen ist, steht in der alten Schrift. Das heißt doch wir sollen ihn suchen, auch wenn er nicht zu sehen ist. Wir finden ihn in der Liebe. So ist die neue Schrift zu verstehen. Ach ja, noch etwas: Religionen sind Einrichtungen, die von Machtgierigen bevorzugt zur Gestaltung und Wahrung ihrer Macht missbraucht werden. Sie verlieren ihre Rechtfertigung, wenn sie sich missbrauchen lassen.
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*Am 21. Juli 2007 fand in Tübingen ein Aufmarsch der Jungnationalen statt. Auch meine Frau und ich standen auf der Seite der Gegendemonstranten.
Danach: Ohne Einsicht sind sie marschiert. Der Verachtung haben sie Fäuste entgegengestreckt und ihren Zorn gezeigt. Haben wir sie gesehen, durch den Ekel, in ihrer Not? Wie der Gerechte den Ungerechten haben wir sie wahrgenommen. Ist das alles? Wenn aber ihr Zorn Schmach und unsere Verachtung Selbstgerechtigkeit ist?